Kleefeld

Unterschiedliche Wohnquartiere, die seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden sind, prägen den Stadtteil. Dort, wo nach Nutzung des Weidelandes „Kleefeld“ Gärten und bescheidene Hofstellen für Kleinbauern, die sog. „Gartenkosaken“ lebten, verfestigte sich nach der Eingemeindung Kleefelds 1859 in die Stadt Hannover der Siedlungsbereich an der Kapellenstraße zu „Alt-Kleefeld“; die Einrichtung der Bahnlinie Hannover-Lehrte erfolgte 1843 ohne Berücksichtigung der Siedlungsansätze und bewirkte eine räumliche Trennung, die durch die spätere Hochlegung des Bahnstrecke bis heute innerhalb des Stadtteils wirksam ist.

 

Während Anfang des 20. Jahrhunderts südostlich des Pferdeturms das „Philosophenviertel“ als Wohngebiet des gehobenen Bürgertums entstand, wurden nördlich der Bahnlinie durch die erste Kleefelder Baugenossenschaft Geschosswohnungen gebaut, um gesunde und bezahlbare Wohnverhältnisse für die Arbeiterschaft bereitzustellen. Die „Gartenstadt Kleefeld“ plante die Stadt Ende der zwanziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts im östlichen Teil Kleefelds und nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Wohnungsbau östlich der Ebellstraße – zuerst für die englischen Besatzungsoffiziere, daher „Engländersiedlung“ genannt - erschlossen.

Buchholz

Groß-Buchholz ist ein 1907 eingemeindetes Dorf, was sich in der Struktur des Stadtviertels bemerkbar macht. Im alten Dorfkern, beim Kapellenbrink, finden sich viele Häuser mit alter Bausubstanz. Die Pinkenburg, heute ein Gastronomiebetrieb, beruht auf einem Warthaus des 14. Jahrhunderts als Teil der Hannoverschen Landwehr.


Im Süden des Stadtteils befindet sich das Stadtviertel Roderbruch mit einer in den 1970er Jahren entstandenen Großwohnsiedlung. 1968 war mit der planmäßigen Bebauung des einstigen Sumpfgeländes begonnen worden. Der früher im Norden von Groß-Buchholz existierende Stadtteil Klein-Buchholz wurde 1981 aufgelöst und hälftig auf die Stadtteile Groß-Buchholz und Bothfeld verteilt.Er existiert nicht mehr.