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Das Jahr beginnt: Augen und Ohren auf für Albert Schweitzer

07. Januar. 2020 10:59

Von: Winfried Mokrus


Rubrik: Kleefeld

Zum siebten Mal lädt das Albert-Schweitzer-Familienwerk e.V. am Jahresanfang „in memoriam“ des Geburtstags seines Namensgebers Albert Schweitzer zu einer besonderen Veranstaltung ein. „Augen und Ohren auf für Albert Schweitzer“ heißt es erneut am 11. Januar 2020 um 18.00 Uhr in Hannovers Marktkirche.



Das für „Ohren auf für Albert Schweitzer“ festlich illuminierte Marktkircheninnere.



Manuale der großen Goll-Orgel in Hannovers Marktkirche.


Es soll eine freudige veranstaltung werden - In Erinnerung an den Namensgeber des gemeinnützigen Vereins erleben Musikfreunde und Albert-Schweitzer- Anhänger eine besondere Veranstaltung: Erstmals in der Veranstaltungsreihe konzertiert  Cheforganist Ulfert Smidt an drei Orgeln.
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Nach Veranstaltungen 2014 und 2015 in der Kreuzkirche, dann aufgrund des großen Zuspruchs ab 2016 in der Marktkirche, können Musik- aber auch Zeitgeistfreunde am 11. Januar 2020 bei freiem Eintritt Zeuge eines „Europäischen Orgelspaziergangs“ werden. Das Besondere: Zu den einzelnen Musikstücken wird jeweils vorher ein musikhistorischer Rahmen gesetzt, der auch dem ungeübten Zuhörer eine Orientierung ermöglicht.


Die Vorbereitungen laufen: ASF-Vorstandvorsitzender Dr. Omar Mahjoub, Organist Ulfert Smidt und Marketingleiter / Moderator Jörg Grabowsky.



„Europäischer Orgelspaziergang“

Marktkirchen-Cheforganist Ulfert Smidt spielt am 11. Januar 2020 zu Ehren Albert Schweitzers Musikstücke aus fünf Jahrhunderten aus Italien, Spanien, Frankreich, England und Deutschland. Allen voran das bekannte Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Später stellt Smidt die kleine italienische Orgel aus dem Jahr 1780, die Chor-Ensemble-Orgel mit ihren Holz-Reflektorwänden und die große, 14 Tonnen schwere  Goll-Orgel aus dem Jahre 2009 mit ihren spielbaren Möglichkeiten vor. Die Videoübertragung präsentiert dabei für alle das Spiel des Musikers auf Großleinwand.

Aus dem Leben Albert Schweitzers
Ergänzt wird die Veranstaltung durch Lesungen. Die jungen Vortragenden sind Schüler der Klassenstufe 6 der IGS Bothfeld, Niedersachsens erster Kultur:Schule. Anton Brandl, Amelie Freitag und Gennaro Graciano haben, 11-jährig, den schulinternen Vorlesewettbewerb gewonnen und erleben mit ihrem Vortrag erstmals die eigene Teilhabe am kulturellen Leben Hannovers. Gleichzeitig erhalten interessierte Schüler der IGS Bothfeld im Rahmen der Veranstaltung „Ohren auf für Albert Schweitzer“ die Möglichkeit, im Rahmen einer Orgelführung die musikalischen Bedingungen einer großen kulturellen Veranstaltung zu erfahren.


Die Sieger im Vorlesewettbewerb der IGS Bothfeld: Amelie Freitag, Fumiento-Gennaro Graciano und Anton Brandl.


Das Musikprogramm
vereint die zu Beginn an der Goll-Orgel gespielte deutsche Toccata von Bach mit den später an der kleine italienischen Orgel gespielten südländischen Motiven. Insbesondere das Impro con usignolo, gespielt mit dem kleinen Vogelregister an der italienischen Orgel begeistert bei jeder Orgelführung. Aus Spanien stammt das Batalla Famossa, gespielt mit großen Trompeten an der Chor-Orgel. Schließlich aus Frankreich Léon Boellmanns Prière à Notre Dame, gespielt an der Goll-Orgel gefolgt von Elgars formidablen March No.1 aus Pomp and Circumstance, den sich der englische König Edward VII für seine Krönungsfeierlichkeiten wünschte.

Der Besucher der Veranstaltung „erlebt“ das Zusammenspiel verschiedener Stilepochen eines „Europäischen Orgelspaziergangs“, sowie den Auftritt der IGS Bothfeld Schüler über die große Videowand. Der Eintritt ist frei – Spenden zugunsten des Albert-Schweitzer-Familienwerks werden gern angenommen.

Ein besonderes Vorbild
Albert Schweitzer war nicht nur Tropenmediziner, Philosoph, Theologe und Musiker, er war auch Visionär. Jährlich an seinem Geburtstag, dem 14. Januar,  weißt das Albert-Schweitzer-Familienwerk, auf Schweitzers Leitziel, benachteiligte Menschen ungehindert in unserer Gesellschaft leben zu lassen, von neuem hin. Diesem Ziel hat sich auch das Albert-Schweitzer-Familienwerk mit seinen zahlreichen sozialen Einrichtungen verpflichtet. Die Veranstaltung selbst will die musikalische Passion und das soziale Wirken Albert Schweitzers ineinanderfließen lassen und ihn und seine großartigen Verdienste in Ehren halten. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die IGS-Bothfeld.


Albert Schweitzer
* 14. Januar 1875 in Kaysersberg im Elsass; † 4. September 1965 in Lambarene (Gabun), war ein deutsch-französischer Arzt, Philosoph, evangelischer Theologe, Organist und Pazifist. Schweitzer gründete ein Krankenhaus in Lambarene im zentralafrikanischen Gabun. Er veröffentlichte theologische und philosophische Schriften, Arbeiten zur Musik, insbesondere zu Johann Sebastian Bach, sowie autobiographische Schriften in zahlreichen und vielbeachteten Werken. 1953 wurde ihm der Friedensnobelpreis für das Jahr 1952 zuerkannt, den er 1954 entgegennahm. www.albert-schweitzer-zentrum.de.