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Grundstein gelegt: Bau der neuen Cont-Unternehmenszentrale macht Fortschritte

14. Mai. 2019 14:03

Von: Winfried Mokrus


Rubrik: Kleefeld

Hannover. Continental hat am 8. Mai 2019 den Grundstein für den Neubau ihrer 48.000 m² - Unternehmenszentrale in Kleefelds Nachbarstadtteil Zoo bzw. Bult gelegt. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart sowie die Vorstandsmitglieder Dr. Ariane Reinhart und Wolfgang Schäfer führten die Zeremonie auf dem Baugelände an der Hans-Böckler-Allee durch. Die Bauarbeiten liegen damit voll im Plan. Die Fertigstellung soll 2021 erfolgen.



Nachdem der Sockel mit einer Betonplatte verschlossen wurde, besiegelten die Vorstandsmitglieder die Grundsteinlegung mit zeremoniellen Hammerschlägen.



Der 2021 fertiggestellte Continenetal-Campus mit seiner Brücke über die Hans-Böckler-Allee.



Erstes Gespräch: Sven Klingelhöfer, zuständig für die Standort- und Projektkommunikation an der Contibaustelle empfängt Kleefelds Unternehmervize Jürgen Witte im Projektplanungsbereich.



Nachdem die Tiefbau- und Schachtungsarbeiten bereits seit mehr als einem halben Jahr laufen, wurde am 8. Mai 2019 in einer kleinen Zeremonie ist die kupferne Zeitkapsel gemeinsam im symbolischen Grundstein versenkt. Inhalt der Zeitkapsel: ein Stück Kautschuk aus der Reifenproduktion, eine aktuelle Continental-Mitarbeiterzeitung sowie das elektronische Herzstück der von Continental entwickelten und in Serie produzierten Leistungselektronik für Elektrofahrzeuge. Sie stehen für die Unternehmenswurzeln und gleichsam für die Zukunft des Technologieunternehmens.

„Die Automobilindustrie befindet sich im tiefgreifendsten Wandel seit ihrer Entstehung. Wir gestalten diesen Wandel wegweisend mit. Dabei verändern wir uns selbst“, kommentierte Conti-Vorstand Elmar Degenhart die Grundsteinlegung. „Wir werden in der Zukunft anders arbeiten und anders zusammenarbeiten. Wir geben unseren Beschäftigten mehr Freiraum. Wir fördern ihre Selbstorganisation und übergreifende Zusammenarbeit. Dafür richten wir ihre Arbeitsplätze optimal ein. Unsere Unternehmenskultur mit unseren vier Werten bildet dafür das Fundament. Auf ihm errichten wir unsere neue Unternehmenszentrale. Sie ist architektonisch offen gestaltet. Sie enthält Verbindungswege und Flächen für den Austausch wie eine Stadt Straßen und Plätze. Sie enthält darüber hinaus Rückzugsräume zur Konzentration wie eine Stadt Häuser. So fördern wir unser vernetztes, flexibles und vertrauensvolles Arbeiten und unsere Verbundenheit."

Die kupferne Zeitkapsel mit einer Mitarbeiterzeitschrift, einem Stück Kautschuk aus der Reifenproduktion sowie das elektronische Herzstück der von Continental entwickelten und in Serie produzierten Leistungselektronik für Elektrofahrzeuge wird von den drei Vorstandmitgliedern Dr. Elmar Degenhart, Dr. Ariane Reinhart sowie Wolfgang Schäfer eingemauert.



Die neue Unternehmenszentrale
wird nach den Plänen des Architekturbüros Henn aus München für 1.250 Beschäftigte errichtet. Eine spätere Erweiterung auf 1.600 Arbeitsplätze ist auf Reserveflächen möglich. Der Unternehmensstandort wird aus mehreren Gebäuden bestehen, die sich auf zwei Campusflächen nördlich und südlich der Hans-Böckler-Allee nahe des Pferdeturms verteilen. Übergänge verbinden die Gebäude auf den beiden Grundstücken miteinander. Der längste ist eine stützenfreie Brücke über die Hans-Böckler-Allee. Sie hat eine Spannweite von 71 Metern und verbindet den nördlichen mit dem südlichen Campus. Sie unterstreicht die städtebauliche Bedeutung des Gebäudeensembles als markantes Entree zu einer modernen, fortschrittlichen Stadt.

Weitere Bausteine
Parkähnliche Außenanlagen, ein Gesundheitszentrum sowie eine unternehmenseigene Kindertagesstätte sollen darüber hinaus für einen gesunden Ausgleich von Arbeitszeit und Freizeit der Mitarbeiter. Stellplätze für Pkw und Fahrräder in zwei Parkhäusern in ausreichender Zahl vorhanden.

Bedeutung für den Stadtteil Kleefeld
Für den fast schon von Grünflächen umzingelten Stadtteil Kleefeld hat der Neubau der Continental-Verwaltung direkt im Nachbarstadtteil Zoo bzw. Bult eine erhebliche Bedeutung. Da weder der Stadtteil Zoo noch der Stadtteil Bult im Umfeld des Neubaus eine auch nur annähernd geeeignte Infrastruktur vorhält, dürfte der Zuzug von bis zu 1.600 Mitarbeitern die in der Vergangenheit durch Straßen- und Stadtbahnbau erheblich in Mitleidenschaft gezogenene Einkaufssituation in Kleefeld ab 2021 erheblich verbessern. Entlang der Kirchröder Straße, die zentral durch den Stadtteil verläuft, als auch in der Scheide-, Berckhusen- und Breithauptstraße wird es vermehrt zukünftig alles geben, was man zum Leben braucht. Das bedeutet für die kommenden Mitarbeiter am Conti-Standort vielfältige Einkaufsmöglichkeiten, aber auch Entspannungsphasen, beispielweise in der Mittagzeit. Auch das kulturelle Angebot, aktuell zusammengefasst im Kulturhaus Hölderlin Eins, dürfte seinen Aufschwung nehmen. Der Erstkontakt zwischen Continental AG und dem Kleefelder Unternehmerverein Wir sind Kleefeld hat im Februar 2019 bereits stattgefunden.

Fertigstellung planmäßig bis Ende 2021
Der Rohbau für die neue, weltweite Unternehmenszentrale hat bereits im März 2019 begonnen. Die ersten Kellerwände stehen. Die Fertigstellung des Rohbaus soll mit einem Richtfest Ende 2019/Anfang 2020 gefeiert werden. Die gesamte Fertigstellung ist für das 150. Jubiläumsjahr von Continental 2021 geplant.